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Friedensnobelpreisträger 2006
Gründer der Grameen Bank für Mikrokredite, Bangladesch

Prof. Dr. Muhammad Yunus

Geboren 1944 in Chittagong, Bangladesch. Er studierte ab 1966 aufgrund eines Flulbright-Stipendiums an der Vanderbilt University ( USA ). 1969 promovierte er dort in Volkswirtschaftslehre und war bis 1972 Assistant Professor of Economics an der Middle Tennessee State University. 1972 bekam er eine Professur an der Chittagong University in Bangladesch. Ab 1976 war er Projektmanager der Grameen Bank und arbeitete ab 1983 als deren Direktor.
In dieser Funktion entwickelte er das System der so genannten Mikrokredite, mit deren Hilfe inzwischen mehr 100 Millionen Menschen – vor allem Frauen – den Teufelskreis der Armut durchbrechen konnten. Seit 1996 berät er die Regierung von Bangladesch.
Prof. Yunus hat inzwischen zahlreiche Auszeichnungen und Ehrendoktorate weltweit erhalten. 1994 erhielt er den Welternährungspreis, 1995 den Max Schmidheiny Freedom Prize, 1997 den Planetary Consciousness Prize und 1998 den Sydney-Friedenspreis, 2006 den Seoul-Friedenspreis, 2007 den Vision Award. Zudem ist er Gründungsmitglied der Global Academy von Ashoka, einer internat. Organisation von und für Social Entrepreneurs und Mitglied des Kuratoriums der deutschen Stiftung Entrepreneurship.
Für die Förderung wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung von unten wurde ihm und der Grameen Bank zu gleichen Teilen der Friedensnobelpreis des Jahres 2006 zuerkannte.